Rettungsdienst

Der Rettungsdienst der Spital STS AG ist der vom Kanton Bern mittels Leistungsvereinbarung beauftragte Betrieb für die rettungsdienstliche Grundversorgung im westlichen Berner Oberland und dem Grossraum Thun. Über 70 Mitarbeitende stehen rund um die Uhr für die Bevölkerung im Einsatz und nehmen sich mit fundiertem Fachwissen und sozialem Engagement jedem medizinischen Notfall an. Die Koordination von sämtlichen Rettungseinsätzen und Patiententransporten erfolgt durch die kantonale Sanitätsnotrufzentrale 144 in Bern.

Zu den Hauptaufgaben des Rettungsdienstes zählen:

  • Rettungsdienstliche Grundversorgung im Zuständigkeitsgebiet
  • Interhospitale Patiententransporte
  • Sicherstellung der sanitätsdienstlichen Versorgung bei Grossanlässen
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung von Rettungsdienstpersonal, Firstrespondern, sowie externe Erste-Hilfe-Kurse
  • Bewältigung von Grossereignissen
  • Instandhaltung der Infrastruktur
  • Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen

Im Rahmen der Qualitätssicherung erlangte der Rettungsdienst der Spital STS AG im Frühjahr 2015 die Zertifizierung des Interverbandes für Rettungsmedizin (IVR). Diese Zertifizierung gilt schweizweit als Qualitätssiegel der Schweizer Rettungsdienste und Sanitätsnotrufzentralen und verlangt eine kontinuierliche und regelmässige Qualitätsüberprüfung der betriebsinternen Strukturen.

400'000

Kilometer

legen unsere Einsatzfahrzeuge jährlich zurück.

23

Minuten

arbeiten unsere Teams pro Einsatz am Einsatzort.

90

Minuten

dauert ein Einsatz durchschnittlich

(Anfahrt > medizinische Versorgung vor Ort > Rückfahrt > Patientenübergabe im Spital > Bereitstellen des Fahrzeuges).

Zahlen & Fakten

Der Rettungsdienst der Spital STS AG leistet im Jahr rund 6500 Primär- und Sekundäreinsätze (interhospitale Patiententransporte) verschiedener Dringlichkeitsstufen. Die durchschnittliche Hilfsfrist (Zeit von der Alarmierung der Teams bis zur Ankunft am Einsatzort) beträgt weniger als 13 Minuten für die Einsätze der Dringlichkeit 1 und 2. Trotz diesen guten Werten arbeiten wir konstant an innovativen Projekten, damit künftig eine noch kürzere Hilfsfrist erreicht werden kann.

Fahrzeuge und Einsatzmaterial

Die topographischen Gegebenheiten sowie die schnell wechselnden Witterungs- und Strassenverhältnisse fordern ein hohes Mass an Flexibilität von Mensch und Material. 

Firstresponder

Der englische Begriff «Firstresponder» (FR) bedeutet wörtlich «Erstantwortender», bzw. frei übersetzt «Erstversorger». Firstresponder sind Personen oder Organisationen, die ausserhalb des regulären Rettungsdienstes organisierte erste Hilfe anbieten und bei medizinischen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels mit qualifizierten Massnahmen überbrücken. Möchten Sie auch Teil des Firstresponder-Netzwerkes werden? Alle nötigen Informationen zum Thema (Ausbildung, Voraussetzungen usw.) finden sie auf der Homepage www.firstresponder.be.

 

 

Rapidresponder

Rapidresponder sind professionell ausgebildete Personen, welche in einem anerkannten bernischen Rettungsdienst oder als Notarzt arbeiten. Sie werden mit einem komplett ausgerüsteten Einsatzrucksack ausgestattet und können so ihr grosses Know-How zur Überbrückung bis zum Eintreffen des Rettungsteams einsetzen. Die Rapidresponder werden ebenfalls von der Sanitätsnotrufzentrale 144 (via «Momentum»-Applikation) bei den Einsatzstichworten des «First Hour Quintetts» aufgeboten (bedrohlichen Patientenzuständen, welche durch den zeitnahen Einsatz des Rettungsdienstes effektiv beeinflusst werden können). Dieses Quintett beinhaltet: «Kreislaufstillstand», «Brustschmerzen», «Schlaganfall», «Atemnot» sowie «schwere Verletzungen».

Grossereignisse

Das vielseitige Einsatzgebiet des Rettungsdienstes der Spital STS AG beherbergt einige potenzielle Gefahren: Wetterbedingte Ereignisse, Grossanlässe, Verkehr, Industrie und Freizeit können plötzlich eine grössere Anzahl von Verletzten oder hilfsbedürftigen Menschen hervorrufen. Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, stützen wir uns auf ein sorgfältig ausgearbeitetes Konzept für die Grossereignisse und eine frühestmögliche Alarmierung der gesamten Belegschaft durch die kantonale Sanitätsnotrufzentrale 144.

 

 

Einsatzgruppe S+

Der Thuner Regierungsstatthalter, der Rettungsdienst der Spital STS AG und der Samariterverein Thun haben im Jahre 2005 die Einsatzgruppe S+ ins Leben gerufen. Die Mitglieder der Einsatzgruppe S+ sind aktive Samariter, welche die Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Spital STS AG im Falle eines Grossereignisses in der Logistik unterstützen.

Einsatzgebiet

Das vielseitige und geographisch teils komplexe Einsatzgebiet des Rettungsdienstes entspricht dem Einzugsgebiet des regionalen Spitalzentrums der Spital STS AG und umfasst rund 130‘000 Einwohner. Saisonale Schwankungen und Grossanlässe lassen diese Zahl schnell ansteigen.

Ausbildung

Jährlich betreut der Rettungsdienst der Spital STS AG ca. zehn Studierende auf ihrem Weg zum Rettungssanitäter HF. Die theoretische Ausbildung wird an der höheren Fachschule «medi, Zentrum für medizinische Bildung» in Bern absolviert.

Wie alle Bereiche in der Medizin, ist auch die Präklinik (Medizin bevor der Patient ins Spital eintritt) einem schnellen Wandel und spannenden Fortschritten ausgesetzt. Dies fordert von allen Mitarbeitern ein permanentes Engagement, diese Neuerungen zu erlernen bzw. das Fundament zu stärken. Dafür bieten wir intern hochstehende und interdisziplinäre medizinische Weiterbildungen an, technische Übungseinheiten (Patientenbergung, Fahrsicherheitstraining), aber auch externe, international anerkannte Weiterbildungsmodule (z. B. PHTLS Prehospital Trauma Life Support) an. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet jährlich mindestens 40 Weiterbildungsstunden vorzuweisen.

Aufnahmeverfahren

Auswahlverfahren und Bewerbung für die Ausbildung Rettungssanität HF 


Der Rettungsdienst der Spital STS AG bietet regelmässig dreijährige Grundausbildungen sowie verkürzte zweijährige Ausbildungen zum/zur dipl. Rettungssanitäter-/in HF an. Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen Teil im medi, Zentrum für medizinische Bildung, und einem praktischen Teil im Lehrbetrieb.

Die Ausbildungsplätze für den Ausbildungsstart 2018 sind bereits vergeben. Das nächste Bewerbungsfenster für die Ausbildungsplätze im 2019 wird zu gegebener Zeit hier publiziert. Bewerbungen ausserhalb des offiziellen Bewerbungsfensters werden nicht berücksichtigt.

Berufsbild

Der Beruf des Rettungssanitäters und der Rettungssanitäterin ist abwechslungsreich, faszinierend und anspruchsvoll. Sie treffen täglich auf Menschen, die sich in einer Krisen- oder Notfallsituation befinden. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes gewährleisten die hochstehende medizinische Erstversorgung von verunfallten oder erkrankten Personen, leisten die notwendigen weiterführenden Massnahmen ein und sind für den fachgerechten und sicheren Transport in das entsprechende Zielspital verantwortlich oder übernehmen sämtliche Betreuungsaufgaben während der Verlegungsfahrten.

Externe Kurse

Möchten Sie sich und/oder Ihr Personal in Erster-Hilfe aus- oder weiterbilden? Möchten Sie mehr über die Rettungskette, lebensrettende Sofortmassnahmen (BLS/AED), Schnittwunden oder branchenspezifische Verletzungsmuster und medizinische Notfälle wissen? Möchten Sie lernen mit allfälligen Notfällen in Ihrem Betrieb umzugehen?

Ob in privaten Gruppen oder in Ihrem Betrieb, unsere motivierten und fachkundigen Instruktoren helfen Ihnen gerne in Erster-Hilfe fit zu werden oder zu bleiben. Gerne stellen wir ein Programm nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen zusammen.

Für eine Anfrage oder unverbindliche Offerte wenden Sie sich an unser Sekretariat (rettungsdienst@spitalstsag.ch).

Kontakt

 

Rettungsdienst

Spital STS AG
Werkhof Gesigen
3700 Spiez

Tel.   +41 58 636 71 00
Fax   +41 58 636 71 00

Weiterführende Informationen

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